Informationen zum Wald

Die Nutzfunktion des Waldes

Die Nutzfunktion des Waldes

Die Waldfläche

Die Waldfläche Deutschlands beträgt circa elf Millionen Hektar. D.h. auf jedem drittem Hektar der Fläche Deutschlands wächst Wald. Zu den waldreichsten Bundesländern zählen Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und das Saarland.

Abbildung 1 und 2: Flächenverteilung in Deutschland (links), Waldanteil Bundesländer (rechts);

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundeswaldinventur II

Die Waldflächenverteilung

Es gibt drei große Eigentümergruppen, die den Wald in Deutschland besitzen. Die größte Waldeigentümergruppe bilden die rund zwei Millionen privaten Waldbesitzer, die fast die Hälfte der deutschen Waldfläche nachhaltig bewirtschaften. Der Staat und die Länder bewirtschaften ca. 3,7 Millionen Hektar, was 1/3 der Waldfläche entspricht. Die restliche Waldfläche befindet sich im Besitz von Körperschaften und Kirchen.

Die durchschnittliche Waldfläche pro privatem Waldeigentümer beträgt 2,4 Hektar. Um eine effektivere Bewirtschaftung solch kleiner Flächen zu ermöglichen, haben sich etliche Waldbesitzer in forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen zusammengefunden.

Abbildung 3: Waldbesitzer in Deutschland;

Quelle: Bundeswaldinventur

Der Holzvorrat

Auf einem Hektar (100m x 100m) Waldboden wachsen im Durchschnitt 330 Kubikmeter (1m x 1m x 1m) Holz. In privat bewirtschafteten Wäldern liegt dieser Wert bei circa 345 Kubikmeter pro Hektar. Der Gesamtvorrat von 3,6 Milliarden Kubikmeter Holz erreicht im europäischen Vergleich ( ohne Russland) den höchsten Wert.

Seit der Jahrtausendwende ist der Holzvorrat in Deutschland um 8 Kubikmeter pro Hektar angestiegen und unterstreicht die weltweit anerkannte nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland.

Der Zuwachs

Jährlich wachsen in Deutschland pro Hektar rund elf Festmeter Holz nach. Für die gesamte Waldfläche ist dies ein Zuwachs von rund 120 Millionen Festmeter Holz. Dieser Wert ist auch gleichzeitig die Menge an Holz, die jährlich aus dem Wald genutzt werden kann, ohne dabei die Kriterien einer nachhaltigen Holzwirtschaft zu verletzen. Das bedeutet, dass bei einer Nutzung im Rahmen dieses Zuwachses der Holzvorrat auf der gesamten Waldfläche nicht reduziert wird.

Die Baumartenverteilung

Der Anteil der Laubbäume nimmt in Deutschland stetig zu. Der Laubholzanteil liegt z.Zt. bei 43 Prozent, gegenüber einem Nadelholzanteil von 57 Prozent.

In den letzten 50 Jahren hat sich der Laubholzanteil um 15% erhöht. Die flächenmäßig und wirtschaftlich bedeutendsten Baumarten sind Fichte, Kiefer und Buche.

Abbildung 4: Baumartenverteilung in Deutschland;

Quelle: Inventurstudie 08

Die Holznutzung

Die Nutzung des Laub- und Nadelholzes erfolgt als Schnittholz (Bau- und Möbelindustrie), Faser-/ Spanplatten, Zellstoff, Hackschnitzel, Pellets und Scheitholz.

Der Wald – ein Arbeitgeber

Der Wald bietet durch die Bewirtschaftung etwa 75.000 Arbeitnehmern und Selbständigen in Deutschland eine hauptberufliche Beschäftigung. Für weitere 100.000 stellt die Forstwirtschaft einen Nebenerwerb dar. In den nachfolgenden verarbeitenden Gewerben, wie zum Beispiel der Papierindustrie, dem Holzhandel oder der Holzwirtschaft, sind noch einmal weitere 1,3 Millionen Beschäftigte zu verzeichnen.

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